Montag, 8. Oktober 2018

Trainerin für Tai Chi Chuan und Qi Gong




                 Wunderbares in mir kann nur entstehen, wenn ich Wunderbares zulasse.

 In unserem Leben gibt es immer innere und äußere Wege. Unsere westliche Kultur drängt uns in unser äußeres Leben. Irgendwann entstehen in unserem Inneren viele Fragezeichen. Wenn Sie diesen zuhören, wäre die richtige Zeit des Aufwachens, des Aufräumens und des Suchens gekommen. 

Als Therapeutin biete ich Ihnen durch meine Art des Zuhörens und des Spiegelns neue Blickwinkel auf Ihr Leben. Auf dass Sie Ihre inneren Räume öffnen können, sich selbst spüren, erfahren und verstehen. Um sich schrittweise zu verändern, fußend auf Ihren Erkenntnissen, auf dem Weg zu Ihrem Sein.

Ein weiterer Zugang dafür können die inneren Kampfkünste, Tai Chi, Qi Gong, sein. Tai Chi und Qi Gong sind Werkzeuge, die ein wirkliches Raustreten aus dem alltäglich Getriebenen in einen freien Seinszustand ermöglichen. Ein Seinszustand, der einen innehalten lässt in der Bewegung, der das Gespür für die eigene Mitte entfaltet, der wirksam zu spüren ist auf körperlicher, geistiger  und seelischer Ebene, der den Blick wieder öffnet für die Schönheit der Dinge, die uns im Alltag zu leicht abhanden kommen.  

Nach intensivem Studium von Bewegungsabläufen und dem, was sich innerlich verändern und bewegen lässt, entstand ein tiefgründiges Kurskonzept.

 

Ute Barth
Studium der Kernphysik und Pädagogin
Trainerin der inneren Kampfkünste                                                 
Psychodrama- und Traumatherapeutin             
Heilwissen der TCM und des fünf Elemente Kochens   
Pflanzenkundlerin und leidenschaftliche Jägerin                                                     





Dienstag, 17. Januar 2017

Qi Gong





Sie wirken auf ganz verschiedenen Ebenen. Die Übungen dienen zum Wiedererlangen der Beweglichkeit und zur Konditionierung. Wie bei allen körperlichen Übungen in einem gewissen Ausmaß steigert es die Konzentration und Denkfähigkeit. Durch das Bewusst werden des natürlichen Atem in Verbindung zu den einzelnen Übungen erfährt man Stärkung, Ruhe, Ausgeglichenheit. Qigong-Übungen sind leicht zu erlernen, unabhängig vom Alter oder körperlicher Verfassung. Sie sind langsam, entspannend und energetisierend.

Nach wie vor verstecken sich hinter einem Qi Gong verschiedene Bewegungsformen mit unterschiedlichsten Titeln wie der Fliegende Kranich, Meditationen vom Berg Wudang, die Acht Brokate, 18er Bewegungen, die fünf Elemente, die Spiel der fünf Tiere usw. Alle diese Formen stehen nebeneinander und sind in sich durchdacht. Die Gemeinsamkeit findet sich in folgenden Schlüsselpunkten Natürlichkeit, Entspannung, Ruhe, Vorstellungskraft und Atmung. Diese Verbindung stärkt den Organismus und die körpereigene Abwehrkraft. Die Übungen wirken regulierend auf sämtliche Organe und auf den Stoffwechsel und unterstützen die Funktionen von Verdauungs-, Herz-Kreislauf-, und Nervensystem. Somit ist Qi Gong bei allen chronischen und orthopädischen Erkrankungen und zur allgemeinen Gesundheitspflege zu empfehlen.


Geschichte

Das Qi (tchi) hat mehrere Bedeutungen. Es steht für die vitale Kraft des Körpers, der Atem, die Energie. „Gong“ bedeutet „Arbeit“, „Fähigkeit“ oder „Können“. Qigong Yangsheng bedeutet somit im übertragenen Sinne - Üben der Lebenskraft zur Pflege der Gesundheit. Qi Gong als Begriff entstand erst in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts unter dem Arzt Liu Guizhen und wurde für Gesundheitsübungen verwendet wurde.
Die älteste Hinweise auf diese Art Gesundheitsübungen in China tauchen in dem ältesten medizinischen Werk, das Huangdi Neijing auf. Über die Jahrtausende entwickelten sich viele überlieferte Körper- und Geistübungen, wie die auf den Archäologischen Fund der zwölf Nephritplättchen notierten "Jadeinschrift über das Führen des Qi" aus dem 5.-3.- Jhd. v. Chr.. Seit dem 14. Jahrhundert waren Qi-Übungen ein Bestandteil des therapeutischen Spektrums zur Behandlung von Krankheiten.
Die Entwicklung des Qi Gong stand in engem Zusammenhang mit den frühen philosophisch-religiösen Traditionen in China. Es war verbunden mit Konfuzianismus, Daoismus und Buddhismus.
Daher war ein radikales Verbot in der Zeit der Kulturrevolution in China nicht verwunderlich. Es erfolgte für das Qi Gong eine Zertifizierung der Formen, so enstanden neue Formen wie das Shibashi(18er Bewegung) unter Prof. Lin Housheng Ende der 70er Jahre oder unter Prof. Zhan Guangde das Daoyin Yangsheng Gong, auch die acht Brokate, eine sehr alte spirituelle Form, wurde neu inszeniert.

In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts wurden spezielle Departements zur Forschung, Lehre und Behandlung mit Qigong an den Hochschulen für Traditionelle Chinesische Medizin in Shanghai, Beijing und Nanjing eingerichtet. Auch in deutschland und anderen Länder erforscht man welche Wirkung Qi Gong auf bestimmte Krankheiten hat. Die Erfolge sprechen für ein reiches Wirkungsspektrum.











Tai Chi Chuan


Gern wird zur Entstehung des Tai Chi folgende Legende angeführt: Der Einsiedler Zhang San Feng (1279 - 1368) lebte im Wu Tan Gebirge. Eines Tages sah er den Kampf zwischen einer Schlange und einem Kranich. Er war beeindruckt über die weichen, fließenden Bewegungen der Schlange im Kampf und entwickelte daraus eine neue Kampfkunst - das Tai Chi Chuan.

Das Tai Chi hat Einfluss auf Körper, Geist und Seele. Das ganzkörperliche Training mit seiner langsam, fließenden, natürliche Bewegung führt den Körper zu einer höheren Beweglichkeit und Vitalität. Die Bewegung wird mit Ruhe und Entspannung durchgeführt und mit einer hohen Konzentration und Aufmerksamkeit auf jedes einzelne Bewegungsbild.

Verschiedene Studien ergaben, dass ein zwölfwöchiges Training von Tai Chi Chuan folgende gesundheitsfördende Auswirkungen: besserer Schlaf, Abnahme des Körpergewichts, höhere Immunabwehr, Abnahme des Blutdrucks, weniger Heißhunger, weniger Schmerzen und Gelenksteifigkeit bei Arthritis.

Tai Chi Chuan bedeutet ungefähr „ Das Höchste einer Faustkampfform“.
Es gibt verschiedene Hauptstile des Tai Chi. Alle benannt nach dem Familiennamen des jeweiligen Meisters wie der in Deutschland verbreitete Yang Stil. Welcher sich in seiner Entwicklung zurückverfolgen lässt auf den Meister Yang Lu Chuan(1799-1872). Yang Lu Chuan unterrichtete seinen Stil am kaiserlichen Hof in Peking. Yan g Chengfu, der Enkel entwickelte die noch heute praktikiziertetraditionelle Langform in 108 Bildern.

Eine heute gängige Form des Tai Chi nennt sich Pekingform in 24 Bildern, welche 1956 von der Volksrepublik China aus dem Yangstil entwickelt und als Hauptrichtung eingeführt wurde. Daraus haben sie inzwischen weitere Formen entwickelt - 10er, 48er .....

Was macht das Tai Chi Chuan so besonders für mich: Ich folge mit meinem Körper, meinem Geist, meinem Willen einem verinnerlichten Bild, einem Bild, was noch entspannter, noch natürlicher, noch intensiver ausgeführt werden kann, diese selbst kontrollierte, bewusst gesteuerte Bewegung hat einen sehr starken meditativen Charakter – hier wird Kampfsport, Meditation und Gesundheitstraining vereint.



empfehlenswerte Links:

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Sonntag, 8. Januar 2012

Meerwasser als Homöopathisches Heilmittel


Wenn ich ans Meer denke, denke ich an Tiefe, Weite, Geburt, All-Eins-Sein, Zwischenräume. Dann ist Zeit für Stille und in sich gekehrt sein. Dabei ist es weniger ein Stillstand als das Gefühl, allen Ballast loslassen zu können und bei diesem „unterwegs sein“ meinen Frieden zu finden. Das Meer wäscht mit seiner unergründlichen Tiefe meine Seele rein von den Wunden meines Seins. Und so wie das Meer mich verzaubern kann, zieht es auch viele andere Menschen an.

Die Weltmeere mit Binnenseen und Gletschereis bedecken 75 % der Erdoberfläche, was der Erde auch den Namen „der Blaue Planet“ einbrachte. Meerwasser erscheint tiefblau bei Sonnenlicht, wenn es von Fremdstoffen, Verschmutzungen und Plankton frei ist. Grün, wie die Ostssee sich oft zeigt, wird durch gelb gefärbte Humusstoffe hervorgerufen. Das Grün der subpolaren Meere wird hingegen durch die Streuung farbloser Schwebstoffe erzeugt. Plankton kann die Farbe des Meeres in grünliche, bräunliche und rote Farbtöne verändern wie beim Roten Meer.

Meerwasser wurde schon von den Griechen und Römern zur Vitalisierung eingenommen. Sie mischten sich ein Getränk namens Vinum salsum, welches zu gleichen Anteilen aus Wein, Honig und Seewasser hergestellt wurde. Die Mischung hatte eine abführende und blutreinigende Wirkung.
Das erste Seebad für Hautkranke, Knochen- und Drüsentuberkulose entstand um1750 durch den englischen Arzt Russel in Brighton. Dort gab es täglich ½ Liter Meerwasser mit Süßwasser gemischt zu trinken. 1

Bestandteile des Meerwassers sind: Natriumchlorid, Magnesiumchlorid, Magnesiumsulfat, Kalziumsulfat, Kalziumcarbonat, Magnesiumbromid, Kupfer, Arsen, Eisen, Jod, Germanium, Kobalt, Xenon, Barium, Thallium, Uran und viele andere Spurenelemente, organische Produkte und deren Abbauprodukte. 2
Da fast alle Elemente im Meerwasser und in mineralischen Quellwässern enthalten sind, können Erkrankungen, die durch Mangelzustände entstanden sind, durch deren homöopathisch Aufbereitung (Aqua marinum, Sanicula aqua, Carlsbad aqua ...) geheilt werden.

1871 prüfte der amerikanische Arzt C. WESSELHÖFT Aqua marinum, Mitte der 70er Jahre wurde es nochmals von P. SANKARAN geprüft. Es wird mehrere Kilometer von der Küste entfernt und aus tieferen Bereichen entnommen, gefiltert und mit der doppelten Menge reinen Süßwassers verdünnt.

Das Meer hat eine enge Verbindung zum Mond und daher mit dem Rhythmus von Ebbe und Flut. Aqua marinum gehört zu den lunaren Mitteln. Lunare Arzneien wirken auf alles, was einem Rhythmus unterliegt, wie z.B. auf unsere Schilddrüse oder auf die Menstruation. Sie sind eng verbunden mit unserer Traumwelt und unserem Unbewussten. Sie stärken die ausscheidenden Funktionen des Körpers und wirken auf den Wasserhaushalt.
Die zentrale Eigenschaft des Wassers ist Kommunikation. Dies gilt ebenso für das homöopathische Mittel Aqua marinum. Wasser verbindet, gleicht aus, nimmt Informationen auf und trägt sie weiter. Ohne Kontaktaufnahme entwickeln Menschen mit Aqua marinum Konstitution das Gefühl zu verhungern.

Aqua marinum neigt bei Kummer dazu, sich zu verschließen. Menschen, die Aqua marinum brauchen, haben das Gefühl, beobachtet zu werden, wenn sie reden, und fürchten sich davor, ausgelacht zu werden. So werden die Ängste stärker beim Reden und in Gesellschaft.
Aqua marinum hat Träume vom Untergehen und von Überschwemmungen und eine Abneigung zu baden, vor allem in Wasser, das trüb ist. Bereits Meeresluft oder salzhaltige Luft sowie der Aufenthalt an der Küste kann eine Verschlechterung auslösen. Eine Frau hatte nach der Gabe des Mittels das Gefühl „entweder gehe ich jetzt unter oder ich lerne Schwimmen“. Es besteht Angst vor Kontrollverlust und davor, nicht getragen zu werden. In der Realität ist nicht viel Bewegung nötig, damit das Wasser unseren Körper trägt, aber gefangen in ihrer Angst, haben sie das Gefühl unterzugehen.
Es gibt eine Tendenz sich selbst aufzulösen, d.h. ein Gefühl der Entgrenzung auf der Ebene von Körper, Geist und Seele zu erleben, wodurch nicht mehr spürbar ist, was zum eigenen Selbst gehört und was nicht.
Sie schämen sich der eigenen Bedürfnisse. Dies kann verbunden sein mit Schüchternheit und/oder Ruhelosigkeit. So kann sich ein gestörtes Verhältnis zum Essen entwickeln (Bulimie, Abmagerung, Fettleibigkeit). Sexuelles Verlangen wird als verwerflich empfunden oder mit starken moralischen Vorstellungen gekoppelt. Es kann sich ein Hang zu strengen religiösen Vorstellungen ausprägen.

Symptome: 3Skrofulose Reaktionslosigkeit Vitalisierung, Blutreinigung, Mangelerscheinungen, Vergiftungen, Enteritis, Drüsen, Kropf, Lymphadentitis, Blasenentzündung, Essstörung, z.B. Bulimie 4, Abmagerung, Fettleibigkeit, Ängste – vor Einbrechern, Verletzung, Verlassen werden, vor Beziehung

Meerwasser mit seinem hohen Salzgehalt zeigt Ähnlichkeiten zu Natrium muriaticum. Beide haben die Möglichkeit einer hypersensitiven Wahrnehmung und eine hohe Kopflastigkeit. Wenn sie Leid erfahren, finden sie schwer einen Ausdruck dafür und keinen Umgang damit und bei beiden versiegen die Tränen.
Während Natrium muriaticum die Tendenz zur Erstarrung hat, hat Aqua marinum die Tendenz zur Auflösung.

„Ich habe das Gefühl, ich komme nie an. Es ist ein ständiges In-Frage-Stellen meiner Lebenssituation. Ist es richtig, etwas auszuprobieren? Sehr häufig fühle ich mich bodenlos, als würde ich mich auflösen. Ich fühle mich nichtig... Ich finde keinen Boden und schwimme. Oft glaube ich, ich könnte nur darauf warten, dass etwas Furchtbares passiert.“ 5

Aqua marinum unterstützt die Selbstverständlichkeit zu leben und die Leichtigkeit des Seins. Mit Aqua marinum fällt es leicht, sich dem Leben hinzugeben mit dem Wissen, dass ich Ich bin und bleibe. Es hilft Vertrauen zu entwickeln zu sich selbst und zum Ozean/ Wasser als Sinnbild aller Emotionen und der Richtigkeit der eigenen Geburt.



Anmerkungen / Literatur
1 ECKARD, MARTIN: Meerwasser in der Homöopathischen Schule. (2002) Abruf unter: www.heilpraktikerverband.de
2 MARCINEK / ROSENKRANZ: Das Wasser der Erde. VEB Hermann Haack (1988) S.18, 64
3 BOERICKE, WILLIAM: Homöopathische Mittel und ihre Wirkungen. Grundlagen und Praxis (2000) S. 334
4 RIEFER, MARCO: Aqua marina. In: Zeitschrift Homöopathie (Nr. 1 / 2001) S. 29
5 RIEFER (2001) S. 29



Lachesis – Fachzeitschrift des Berufsverbandes für Heilpraktikerinnen
Nr.38 // Fachforum / Homöopathie // Aqua marinum - Meerwasser als homöopathisches Heilmit




Ute Barth
Studium der Kernphysik und Pädagogik, 
Heilpraktikerin mit den Schwerpunkten: 
Klassische Homöopathie und Miasmatik, Tai Chi Chuan, Qi Gong, Psychodrama,  Körperorientierte Traumatherapie, Astrologie/Astromedizin, Heilrituale

Wasser ist ein Wunder.


Wasser ist die Quelle allen Lebens. Nur die Eigenschaften des Wassers machten uns Menschen erst möglich. Die Inuit haben über 100 Wörter für Eis und Schnee, da sie darauf angewiesen waren, die feinen Nuancen unterscheiden zu lernen. Unser Wissen über Wasser dagegen ist bruchstückhaft und es gibt Wissenschaftler/innen immer noch viele Rätsel auf. Wasser weist 40 Anomalien auf. Das bedeutet unter anderem, dass es sich im Vergleich zu anderen Flüssigkeiten anders verhält, z.B.:Warum wird Wasser bei einem höheren Druck dünnflüssiger, während andere Stoffe zähflüssiger werden?Warum ist Wasser überhaupt unter den herrschenden Verhältnissen flüssig?Warum dehnt Wasser sich beim Gefrieren um 11 % aus?Warum kann Wasser so viel der Wärmeenergie der Sonne überhaupt speichern? Hat Wasser Bewusstsein? Die strittigste Frage überhaupt.

Ich wohne am Meer und sehe es wechseln zwischen Blau, Grau, Grün, Schwarz und manchmal auch voll weißem Schaum, zwischen sehr stürmisch und ruhigem Seegang und natürlich allem, was dazwischen liegt. Wasser ist ein Gestaltenwandler.
Dies zeigt sich in seinen unterschiedlichen Aggregatszuständen Eis, Wasser und Dampf, seinen Eigenschaften weich, hart, nass, feucht, erfrischend und seinen Bewegungsformen wogend, tosend, schäumend, ruhig, flutend, wellenartig.
Durch die Gezeiten wird auch die enge Verbindung des Wassers zum Mond deutlich. An einigen Orten unserer Welt bedeutet das bis zu 15 m Höhenunterschied zwischen Ebbe und Flut.

Als Element steht Wasser symbolisch für die Tiefe in unserer Seele, innere Prozesse, die Möglichkeit der Verwandlung und Veränderungen – was Wassergeborene besonders erfahren. Wasser zeigt diese Kraft der Veränderung im Jahresverlauf deutlich mit Überschwemmungen bei der Schneeschmelze, Veränderungen von Landschaften an Felsen, am Strand, am Ufer. Dies vermag es zu leisten sowohl mit seiner Sprengkraft in Form von Eis – auch in der Verbindung mit Wind, Wärme oder Kälte. Und einmal mehr merken wir, wie eng alles miteinander verwoben ist.

In vielen Märchen taucht das Wasser als Lebenselixier auf, so z.B. bei den Gebrüdern GRIMM schon im Titel des Märchens "Das Wasser des Lebens". In Ägypten wurde der Nil mit seiner jährlichen Nilschwemme als Symbol der Fruchtbarkeit verehrt. Wasser ist in den verschiedensten Religionen ein Symbol der Reinigung oder Segnung, so auch bei der christlichen Taufe. Das Überqueren des Baches bedeutet im Buddhismus, den Weg der Erleuchtung zu gehen. Im Taoismus wird das Wasser als die Kraft der Schwäche und die Macht der Anpassung und der Beharrlichkeit gesehen. In Indien wird das Wasser als ein Symbol der Großen Mutter verehrt.

Wasser in Schöpfungsmythen
Worin sich Wissenschaft und alte Kulturen und Mythologien einig sind, ist dass die Entstehung des Lebens aus dem Wasser erfolgte.
Sowohl der sehr alte akkadische Schöpfungsmythos aus Mesopotamien bis hin zur jüdisch-christlichen Mythologie als auch die heutigen Wissenschaftler gehen davon aus, dass die ersten Lebenszeichen im Wasser zu suchen sind.
Im Sumerisch-babylonischen Reich erschuf die Göttin des Urmeeres Tiamat alles Leben. Aus der gestaltlosen Masse des Urmeeres löste sie sich. Sie hatte vier Augen und Ohren und aus ihr entstanden alle anderen Geschöpfe. Morduk, der Sohn von Tiamat, teilte sie in zwei Teile, in die oberen und die unteren Wasser. 1
In der Genesis (1. Buch Mose für das Judentum = Altes Testament der Bibel für das Christentum) waren bei der "Erschaffung der Welt" am Anfang die Urflut, die Finsternis und der Geist (Gott). Das Wasser ist also nicht von Gott geschaffen, sondern war mit ihm zusammen da und Gott schuf dann das Leben, indem er zuerst das Licht von der Finsternis trennte und dann das Wasser teilte, um daraus den Himmel und infolge alles andere zu erschaffen. Das Wasser, die Finsternis und der Geist stehen also in der Schöpfungsgeschichte auf einer Ebene, als drei Voraussetzungen für die Erschaffung unserer Welt. 2

Wasser als Dipol
Bis zum 18. Jahrhundert dachte die Wissenschaft, Wasser sei ein eigenes Element. Es besteht jedoch aus zwei Elementen, Wasserstoff und Sauerstoff. Die beiden Elemente ziehen sich durch ihre entgegen gesetzte elektrische Ladung, Sauerstoff negativ und Wasserstoff positiv, an. Während Wasserstoff gern ein Elektron abgibt, zieht Sauerstoff gern zwei Elektronen an. Zusammen ergibt dies einen Dipol.
Bildhaft gesehen besitzt das Wassermolekül ein elektrisch geladenes negatives und ein positives Ende, infolge dieser zwischenmolekularen Kräfte können sich Wassermoleküle zu Schwärmen von zwei bis acht Molekülen zusammenschließen. 3
Wasser ordnet sich in V-Form an, in der Mitte ein Sauerstoffatom mit zwei Armen für die Wasserstoffatome. Außerdem ragen zwei diffuse Wolken am Sauerstoffatom in den Raum, die Wasserstoffbrücken. In diesen saust jeweils ein negativ geladenes Elektron herum, die so genannten freien Elektronen. Dies erzeugt elektrische Spannung, die andere polare Moleküle anzieht, z.B. andere Wassermoleküle.

Bild Wassermolekül

Die Wasserstoffbrücken verursachen beim Wasser die Anziehungskraft zu anderen Wassermolekülen. Wenn sich Wassermoleküle mit anderen Wassermolekülen verbinden und ganze Ketten oder Komplexe von Wassermolekülen entstehen, dann bildet sich Wasser in flüssiger Form. An folgender Metapher können wir uns dies vorstellen:
„Ihre Hände sind die Wasserstoffatome, Ihre Fußknöchel die freien Elektronenpaare des Sauerstoffs. Stellen Sie die Beine auseinander in einem Winkel von 109 Grad. Drehen Sie sich in der Hüfte um 90 Grad und strecken Sie die Arme aus – schon sind Sie H2O.“ 4
Wenn ihr jetzt mit euren Händen immer wieder neu nach anderen Knöcheln greift, so als ob ihr möglichst vielen der anwesenden Wassermolekülen kurz guten Tag sagen würdet, um sogleich wieder weiter zu wandern, dann seid ihr Wasser. Denn es entspricht dem Wasser, kontaktfreudig zu sein. Durch diese ständige Bewegung nehmen die Wassermoleküle weniger Raum ein als beim Eis.

Bild 2 Kette

Beim Eis in der uns bekannten Form ordnen sich die Wassermoleküle hexagonal an, d.h. die Wasserstoffatome verbinden sich mit den freien Elektronen in den Wasserstoffbrücken des Sauerstoffatoms.

Bild 3 Kringel

Jetzt sollten die einmal ergriffenen Knöchel festgehalten werden, denn ihr seid zu Eis erstarrt. Jedes Wassermolekül hat vier Nachbarinnen, das heißt, ihr seid mit euren Händen jeweils an Eine (also 2) und mit euren beiden Knöcheln ebenso jeweils an Eine (also noch 2, d.h. 2+2 = insgesamt 4) gebunden. Im Eis bleiben die Nachbarschaften bestehen. Es entsteht ein voluminöses, tetraedrisches Netz. Die Wasserstoffbrücken bilden und halten diese Ordnung, dazwischen ist viel Platz. Diese feste Kristallstruktur mit viel Luft zwischen den Molekülen erklärt, warum sich Wasser beim Gefrieren um 11 % ausdehnt.

Unter erhöhtem Druck kommen andere Nachbarn in Greifweite. Jeder andere Stoff würde, da er bereits gesättigt ist, keine neuen Verbindungen eingehen. Da Wasser jedoch sehr kontaktfreudig ist, geht es kurzfristig fünf Kontakte ein. Dies führt dazu, dass die Wassermoleküle beweglicher werden. Deswegen nimmt bei der Verdichtung des Wassers die Viskosität (Zähigkeit) ab statt zu.
Paart man einen hohen Druck mit erhöhten Minustemperaturen entsteht eine neue Eisform, amorphes(strukturloses) Eis: eine Eisform, welche zu über 90 % im Weltall vorliegt. Den Wissenschaftlern sind bis heute immerhin 15 verschiedene Eisstrukturen bekannt. 5

Bei Wasserdampf lösen sich die Wassermoleküle voneinander. Sie werden zu Einzelgängern und schwirren frei umher.

Die Anomalien des Wassers machen Leben erst möglich
Wie oben dargestellt, sind die Besonderheiten der Wasserstoffbrücken der Grund für viele Anomalien des Wassers.
Wenn Wasser sich nicht ausdehnen würde beim Gefrieren, Eis nicht leichter wäre als kaltes Wasser (Wasser hat bei 4° Celsius die höchste Dichte), dann würde unser Teich durchfrieren und alles Leben darin sterben, dann hätte sich kein Leben in flachem Wasser entwickelt.
Würde Wasser nicht so viel Wärmeenergie speichern können, wäre es mächtig kalt auf unseren Planeten und ob es Leben gäbe und wie es dann aussehen würde, ist fraglich.
Wenn wir Wasser mit anderen Flüssigkeiten vergleichen, müsste es bereits bei - 60° Celsius verdampfen und nicht erst bei den uns bekannten +100° Celsius.

Wasser verbindet sich gerne mit freien geladenen Teilchen und es lässt sich leicht von Stoffen wie Salz, Chlor, Kalk beeinflussen. Diese Verbindungen können wir über unseren Geschmacksinn erfahren. Wasser schmeckt sauer, wenn sich nur 1/1000 g Chlorwasserstoff auf einen Liter Wasser befindet. Durch die Verbindung werden Ionen freigesetzt und in diesem Fall entsteht eine positive Überschussladung. Bei einer negativen Überschussladung schmeckt Wasser basisch wie Seifenlauge. Die elektrische Spannung äußert sich also in unserem Wahrnehmungsbereich von schmecken, riechen und tasten (ätzend bei Säuren oder seifenschmierig bei Laugen). Wasser in seiner Reinform ist geschmacklos, farblos und geruchlos. Eine geringe Konzentrationsänderung bedeutet eine starke Veränderung der Eigenschaften des Wassers. 6

Die Biochemie unseres eigenen Seins
Schon jedes Schulkind weiß, dass wir aus 70 % Wasser bestehen. Bei unserem Gehirn sind es sogar 77 % und in unserem Blutplasma 90 %. Wasser ist in jeder unserer Zellen und um jede Zelle, in jedem Gewebe und in allen Körperflüssigkeiten.
Wir benötigen Wasser als Lösungs- und Schmiermittel, zur Reinigung des Organismus, zur Befeuchtung von Augen, Mund, Nase, Ohren und anderer Schleimhäute und zur Aufrechterhaltung unserer Körperwärme.„Es bestimmt als Reaktionsmedium mit seinen speziellen und einzigartigen Eigenschaften alle biochemischen und physiologischen Vorgänge. Bis heute ist jedoch seine Rolle für die Struktur und Dynamik biomolekularer Systeme weitgehend unverstanden. Besonders über die Eigenschaften und die Funktion von Wasser an Grenzflächen, wie großen Biomolekülen (z.B. Protein-, Membranoberflächen), ist noch wenig bekannt.“ 7
Durch das Wasser wird die hochspezifische, dreidimensionale Struktur von Enzymen, Kollagen und Abwehrkörpern geschaffen. Eiweiße bestehen aus verschiedenen Aminosäuren. Indem diese Aminosäuren hydrophile oder hydrophobe (wasserfreundliche oder wasserabweisende) Eigenschaften aufweisen, entsteht die Möglichkeit einer Faltstruktur.
Die hydrophilen Aminosäuren tragen elektrisch geladene Gruppen als Anhängsel, mit denen Wasserstoffbrücken gern in Kontakt gehen. So drängt Wasser die hydrophoben Aminosäuren zu ihres gleichen und faltet damit die Aminosäurekette zusammen. Nur in dieser räumlichen Struktur kann das Eiweiß seine Funktion aufnehmen. Wasser ermöglicht somit eine Formbildung und eine Grenzbildung.
Der Chemiker ROLAND WINTER ist der Frage nachgegangen, wie viel Wasser ein Enzym braucht, um eine Reaktion einzuleiten. In seinem Versuch hat er ein Protein aus Staphylokokken-Bakterien untersucht. Das Ergebnis: 60-70 % muss die Oberfläche mit Wasser bedeckt sein, um eine Reaktion einzuleiten. So fanden Wissenschaftler heraus, dass die DNS 30 % Wasser braucht, um die Form einer Helix zu bilden. 8

Hat Wasser ein Gedächtnis?
Diese Frage wird von den einen bejaht, von anderen verworfen und deswegen lässt es die Wissenschaft nicht los.
Die Wasserbilder von MASARU EMOTO sind inzwischen um die ganze Welt gegangen. Er belegt mittels seiner Bilder, dass Wasser lebt und die Fähigkeit hat, Gedanken und Gefühle aufzunehmen und Informationen zu speichern. 9
In Deutschland hat der Wissenschaftler BERND KRÖPLIN dazu geforscht. Inspiriert durch die Fotografien von getrockneten Wassertropfen der Künstlerin RUTH KÜBLER stellte er Tropfenbilder mittels Kamera und Dunkelfeldmikroskop her. Seine Forschung zeigt das Gedächtnis des Wassers und darüber hinaus seine Fähigkeit, über Distanzen zu kommunizieren. 10
Im Unterschied zu EMOTO, der seine Bilder aufnimmt, wenn ein Wassertropfen beginnt aufzutauen, handelt es sich bei KRÖPLINs Bildern um die Essenz des Wassertropfens, die nach der Trocknung übrig bleibt.

Wenn die Gedächtnisleistung des Wassers im getrockneten Zustand nachweisbar ist, können alleinig die Wasserstoffbrücken dafür nicht verantwortlich gemacht werden. Also ist auch diese Anomalie des Wassers bisher für uns nicht nachvollziehbar.
Nur soviel haben wir bisher verstanden: Wasser ist ein Wunder.




Anmerkungen / Literatur
1 WALKER, BARBARA: Das Geheime Wissen der Frauen. Zweitausendeins (1993) S. 1089-1090
2 Bibel: Die Erschaffung der Welt (Gen 1,1-11,9). Verlag Katholisches Bibelwerk (1991) S. 17
3 MARCINEK / ROSENKRANZ: Das Wasser der Erde. VEB Haack (1988) S. 13, 14
4 BALL, PHILLIP zitiert von BACHMANN, KLAUS: Wasser – das magische Element. Artikel in Geo (07/2006) S. 126
5 BACHMANN (2006) S. 138
6 WAGNER, WALTRAUD: Tanzendes Wasser. Neue Erde Verlag (1993) S. 12
7 WINTER, ROLAND: Die noch unbekannten Eigenschaften des Wassers. Medieninformation der Uni Dortmund (2001) Abruf unter: www.uni-protokolle.de/nachrichten
8 BACHMANN (2006) S. 133
9 EMOTO, MASARU: Die Botschaft des Wassers. Koha (2008)
10 KRÖPLIN, BERND: Die Welt im Tropfen. Institut für Statik und Dynamik der Luft- und Raumfahrtkonstruktionen. Selbstverlag (2. Aufl. 2004)


Lachesis, Fachzeitschrift des Berufsverbandes Für Heilpraktikerinnen
Nr.38 Heilpflanzen der Alpen// Fachforum / Homöopathie // Wasser
Mythisches und Chemisches zum Quell allen Lebens




Ute Barth
Studium der Kernphysik und Pädagogik, 
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Klassische Homöopathie und Miasmatik, Tai Chi Chuan, Qi Gong, Psychodrama,  Körperorientierte Traumatherapie, Astrologie/Astromedizin, Heilrituale